Raum-Freiraum-Grenze

«Durch Räume gehen» Kunsthaus Zürich, Zürich 1995

Jede Installation ist Gestaltung von Raum, setzt Beziehung zu Räumlichem, stösst an Grenzen, bezieht sie ein. Das Besondere an der Installation von Ursula Schertenleib ist zunächst, dass diese Gestaltungselemente zugleich das übergreifende Thema sind. So wird die ganze Komposition zu einer Raum-Erfahrung auf mehreren, einander ergänzenden und widersprechenden Ebenen. Wer eintritt, sieht sich eingeladen, Raum zu begehen, stösst auf Grenzen, erlebt, was das Gegen-Spiel von Raum und Grenze bedeutet. Der praktisch leere erste Raum fordert die Eigenaktivität des Menschen heraus. Die Zuschauerhaltung wird in Frage gestellt und zugleich geködert: Es gibt nämlich nach dem leeren Spiel-Raum eine Einladung zu erstem Innehalten: Vier Monitoren stehen auf einer Linie da, zeigen realistische Szenen aus unserem Alltag, die Raum- und Grenzerlebnisse visualisieren: Kinder schaukeln auf dem Spielplatz, wir fahren durch einen Tunnel auf das eindringende Licht zu, dringen ins Innere einer Blume und folgen der Bewegung von Vogelzügen, von Kunstfliegern, hören Vogelschreie, begegnen der Grenze einer gemauerten Wand, den Grenzen des Lebens im Bild eines toten Vogels ...

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Vorderer Teil des Raumes begehbar, 4 Monitore mit Phasen verschobem Video, Trennwand beschriftet, Gucklöcher. Hinterer Teil des Raumes durch Gucklöcher erfassbar, 12 Videostills (Weltformat, gestaffelt im Raum gehängt)

Raum-Freiraum-Grenze Videocollage

Die Bilderfolgen mögen unsere eigenen Assoziationen widerspiegeln, führen uns in erträumte Räume, stossen uns zurück, lassen Aussen- und Innenraum ineinander übergehen. Die Sequenzen zeigen erfahrene Wirklichkeit und einen Durchblick in ersehnte Bewegungen und Räume.

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